• Landtag in Vaduz
    Susanne Eberle-Strub will mit ihrer Fraktion einen eigenen Vorstoss zur Lohnungleichheit einreichen.  (Daniel Schwendener)

FBP gegen FL-Postulat

Der Landtag wird kommende Woche das Postulat der Freien Liste zur Gleichstellung von Frauen und Männern in Behandlung ziehen. Die FBP-Fraktion wird diesen Vorstoss grossmehrheitlich ablehnen. Sie sieht jedoch Bedarf, den in der Begründung angesprochenen Problembereich der Lohnungleichheit näher zu untersuchen, weshalb sie im Frühjahr 2018 hierzu einen eigenen parlamentarischen Vorstoss einreichen wird.
Vaduz. 

Die Fraktion der Bürgerpartei wird im Landtag von kommender Woche dem ‘Postulat faktische Gleichstellung von Frauen und Männern’ der Freien Liste grossmehrheitlich nicht zustimmen. Der Grund hierfür liegt zum einen darin, dass aus Sicht der FBP-Abgeordneten damit ein zu tiefgreifender staatlicher Eingriff in privatwirtschaftliche Entscheidungsbefugnisse bezüglich der Besetzung von Führungsgremien geprüft werden soll. Zum anderen soll damit erneut die Einführung einer gesetzlichen Frauenquote bei Wahlen proklamiert werden, welcher eine grosse Mehrheit der FBP-Fraktion ablehnend gegenübersteht. «Das Postulat der Freien Liste bezieht sich auf alle Bereiche der Gleichstellung. Thematisiert werden die gesetzliche Frauenquote bei Wahlen, die Förderung von Frauen in Führungspositionen in der Landesverwaltung sowie bei staatlichen bzw. staatsnahen Betrieben und sogar Quotenvorschriften bei der Bestellung von Führungsgremien privatwirtschaftlicher Unternehmen. Damit geht das Postulat aus Sicht der überwiegenden Mehrheit der FBP-Fraktion in manchen Dingen zu weit, weshalb wir es grossmehrheitlich ablehnen», so die FBP-Abgeordnete Susanne Eberle-Strub.

Lohnungleichheit beseitigen
Befürwortet werden hingegen die Ausführungen der Postulanten zur Thematik Lohnungleichheit zwischen Mann und Frau. Die FBP ist sich dieser Problematik bewusst, weshalb sie es als zielführend erachtet, diesem Bereich der Gleichstellung erhöhte Aufmerksamkeit zu schenken. «Ich befürworte, dass dieser Bereich der Gleichstellung genauer unter die Lupe genommen wird, damit die vorhandenen Ungleichheiten beseitigt werden. Dieses Problem ist es aber Wert, mittels eines eigenen Vorstosses untersucht zu werden und nicht nur in den gesamten Themenkatalog zu integrieren, wie die Freie Liste es macht. Deshalb wird die FBP Fraktion im Frühjahr 2018 einen eigenen Vorstoss zur Lohnungleichheit von Mann und Frau einreichen, mit welchem die genaueren Gegebenheiten abgeklärt und Lösungsvorschläge eruiert werden sollen», wie Susanne Eberle-Strub unterstreicht. (pd)

01. Dez 2017 / 11:03
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