• Brücke Vaduz - Sevelen
    Der mittlere Fahrstreifen auf der Rheinbrücke Vaduz – Sevelen könnte mittels elektronisch gesteuertem, wechselseitigen Management in beide Richtungen genutzt werden.  (Tatjana Schnalzger)

Ein Fahrstreifen, zwei Fahrtrichtungen

In der Frage, wie das Verkehrsproblem auf der Rheinbrücke zwischen Vaduz und Sevelen gelöst werden kann, ziehen Liechtenstein und St. Gallen am gleichen Strang.
Vaduz. 

Zu den vielen Punkten, die im Verkehrsinfrastrukturbericht 2018 der Regierung thematisiert werden, gehört auch die Optimierung der dreispurigen Rheinbrücke zwischen Vaduz und Sevelen. Handlungsanlass besteht insbesondere wegen der mangelhaften Verkehrsbewältigung zu Spitzenzeiten. «Neben der Staubildung auf der Liechtensteiner Seite, vor allem in der Abendspitze, besteht in der Morgenspitze auch die Gefahr von Rückstau bis auf die Autobahn A13», heisst es im Bericht. Doch wie dem Problem, das den Kanton St. Gallen und den Bund als weitere Strasseneigentümer ebenso betrifft, begegnen?

Der Bau einer weiteren Spur wäre mit erheblichen baulichen Massnahmen verbunden. Womöglich, betont die Regierung, wäre sogar ein Neubau erforderlich. Im Raum steht deshalb auch eine einfachere Lösung, die Liechtenstein im Zuge des Agglomerationspogramms Werdenberg-Liechtenstein gemeinsam mit dem Kanton St. Gallen und dem Schweizer Bundesamt für Strassen (Astra) in der Studie «Optimierung Rheinübergänge Werdenberg-Liechtenstein» untersucht hat. Zumindest in einem ersten Schritt wäre es demnach ausreichend, die vorhandenen Fahrstreifen intelligent zu nutzen: «Mittels eines elektronisch gesteuerten, wechselseitigen Managements der mittleren Fahrbahn könnten jeweils zwei Spuren in Hauptverkehrsrichtung und nur eine Spur in die tageszeitlich schwächer belastete Gegenrichtung angeboten werden», heisst es im Bericht.

Dass das Fürstentum diese in der Schweiz wie Liechtenstein so bislang noch nicht realisierte Variante ins Spiel bringt, wird im Kanton St. Gallen ausdrücklich gut geheissen. Die Idee sei interessant, wenngleich sie noch vertieft werden müsse, wird Marc Mächler, Regierungsrat und Vorsteher des kantonalen Baudepartements im «W&O» zitiert. Der Kanton würde eine solche Lösung als Pilotversuch unterstützen.

Gespräche mit dem Bund laufen bereits
Worte, die diesseits des Rheins imMinisterium für Infrastruktur, Wirtschaft und Sport erfreut zur Kenntnis genommen werden. «Das Ministerium begrüsst die positive Äusserung von Regierungsrat Marc Mächler bezüglich der Optimierung der Rheinbrücke Vaduz-Sevelen», heisst es dort auf Anfrage.

Deswegen nun die Ärmel hochzukrempeln, wäre freilich etwas gar voreilig. Für eine Weiterverfolgung des Projekts, betont das Ministerium, sei das Einvernehmen aller beteiligten Strasseneigentümer notwendig, und eine konkrete Rückmeldung von Seiten des Bundes sei noch nicht eingegangen. Das scheint allerdings nur noch eine Frage der Zeit zu sein. «Die hierfür nötigen Gespräche laufen», so das Ministerium. Ziel sei es, «noch in diesem Jahr zusammen mit den Beteiligten ein Vorprojekt auszuarbeiten.» (bo)

10. Jan 2018 / 23:00
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