• Liechtensteiner Landtag in Vaduz
    Will vom Landtag einen Nachtragskredit von 80000 Franken für ihre Auslandsreisen: Regierungsrätin Aurelia Frick.  (Daniel Schwendener)

Aussenministerin braucht mehr Geld für Reisen

Die Reisetätigkeiten von Aurelia Frick haben sich im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt. Das kostet 80 000 Franken extra. Auch für die Personalrekrutierung brauchts mehr Geld.

Es wird viel gereist, nicht nur in der Sommerzeit. Doch während es in zweiterer vor allem Feriengäste ins Ausland zieht, sind andere das ganze Jahr unterwegs, weil es zum Job dazugehört. So auch bei der liechtensteinischen Aussenministerin Aurelia Frick. Sie war im vergangenen Jahr in sieben verschiedenen europäischen Hauptstädten für bilaterale Gespräche unterwegs. Für die Auslandreisen und Repräsentationen wurden dafür in den letzten Jahren zwischen 130 000 und 140 000 Franken aufgewendet – pro Jahr. Die ganze Regierung hat gesamt ein Budget von 670 000 Franken für Reisen und Repräsentationen.

Ähnliches war auch für dieses Jahr budgetiert. Doch weil sich die Reisetätigkeiten der Aussenministerin verdoppelt haben, reicht das gesprochene Geld nicht mehr. Deshalb soll der Landtag nun einen Nachtragskredit von 80 000 Franken sprechen, damit die Reisen finanziert sind. Begründet wird die Reisetätigkeit mit «internationalen Herausforderungen, insbesondere in Europa.» So geht es heuer in zwölf europäische Hauptstädte, zwei Mal in die Vereinigten Staaten von Amerika und einmal nach Südkorea. Ausserdem seien auch die Reisespesen der beim Aussenministerin befristet eingerichteten Brexit-Koordinationsstelle über dieses Konto abgerechnet worden, wie aus dem Bericht und Antrag zum Nachtragskredit hervorgeht. Aus dem gleichen Antrag geht übrigens auch hervor, dass die zusätzlichen Reise- und Repräsentationsausgaben nicht durch Minderausgaben in anderen Bereichen kompensiert werden können. Oder einfacher ausgedrückt: Sparen sei nicht möglich.

Amtsleiterwechsel gehen ins Geld

Auch beim Konto «Rekrutierungskosten» reicht das Budget von 120 000 Franken nicht. Hier sollen nochmal 100 000 Franken nachgeschossen werden. Begründet werden die Mehrkosten mit einer höheren Anzahl von Stellenwechseln. Im laufenden Jahr habe man bereits zwei Assessments durchführen müssen. Assessments sind Teil des Bewerbungsprozesses bei Führungspersönlichkeiten. Sie werden gemacht, um das Potential des Bewerbers zu erfassen. Weil in diesem Jahr wegen der drei vorgesehenen Amtsleistungs-Stellenausschreibungen ebenfalls wieder Assessments vorgesehen sind, braucht es den Nachtragskredit. 
Über die Nachtragskredite wird der Landtag nach der Sommerpause beraten, voraussichtlich in der September-Session. (ags)

11. Jul 2018 / 08:50
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