• Der neue Landtag wird am 30. März eröffnet.  (Daniel Ospelt)

So tickt der neue Landtag

Wahlanalyse Die Plattform wahlhilfe.li zeigt erste Auswertungen über die Standpunkte des neu gewählten Landtags. So ist zum Beispiel keine Lockerung der Zuwanderung zu erwarten und einige wollen mehr Geld für Bildung und öffentlichen Verkehr lockermachen.
Vaduz. 

Nach den Wahlen fragen sich die Wähler, wohin die Reise im neuen Landtag nun geht. Während nächstens die Koalitionsverhandlungen starten werden, kann man, zumindest nach den Aussagen der gewählten Kandidaten vor der Wahl, interpretieren, welche Themen dem Landtag in den kommenden vier Jahren am Herzen liegen – und aus welchen Motiven die einen Kandidaten gewählt und andere nicht gewählt wurden. Die Verantwortlichen von wahlhilfe.li stellten gestern erste interessante Analysen vor. 

Ein Beispiel: Das prägende Thema der vergangenen Jahre war der Staatshaushalt. Auf die Frage «Welche Prioritäten würden Sie im Staatshaushalt setzen?» antwortete die Mehrheit der gewählten Abgeordneten, dass sie für die verschiedenen Kategorien weder «deutlich mehr» noch «deutlich weniger» ausgeben würde. Ein Drittel der gewählten Kandidaten möchte jedoch deutlich mehr Geld für Bildung ausgeben. Ebenfalls ein Drittel möchte deutlich mehr Geld in den öffentlichen Verkehr investieren. Ausserdem würde ein Fünftel der Abgeordneten deutlich weniger Geld für Hilfsaktionen im Ausland aus­geben. Ausserdem sind aufgrund der Ergebnisse auch einzelne Rückschlüsse auf die Wahlmotive erkennbar.

Freie-Liste-Wähler sind frauenfreundlicher

Die Diskussion rund um den Frauenanteil im Landtag ist gross. Den wirklichen Grund konnte bisher noch niemand nennen – weder das Liechtenstein-Institut noch die Parteien selbst. Das «Vaterland» hat das Wahlergebnis noch einmal genauer unter die Lupe genommen – der Trend, den bereits das Liechtenstein-Institut vor vier Jahren feststellte, bestätigt sich auch in diesem Jahr: Ausser bei der Freien Liste werden Frauen bei allen Parteien sehr oft von den Listen gestrichen. (mw/mh)

Mehr in der Print- und ePaper-Ausgabe des «Liechtensteiner Vaterlands» von Donnerstag, 9. Februar 2017.

08. Feb 2017 / 21:07
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