• Die ausstellenden Künstler mit den neuen Schürzen, die sie als eines von mehreren Produkten für die Alte Metzg gestalteten.

Neue Produkte für die «Alte Metzg»

Vor drei Jahren gründeten Norbert Jansen, Annelies Hilti und Edith Hilti den Verein Alte Metzg, der als Suppenküche und «Tischlein deck dich»-Zweigstelle dient. Mit dem Projekt «was man ist» lenkt der Kunstverein Schichtwechsel die Aufmerksamkeit auf Rollenbilder.
Schaan. 

Die Suppenküche «Alte Metzg» in Schaan wurde gestern mit neuen, kunstvoll gestalteten Produkten wie Kochschürzen, hölzernen Pfeffer- und Salzmühlen sowie Verbrauchsgütern wie Tisch-Sets, Servietten, Zuckersäckchen und Papiertaschen ausgestattet. Verantwortlich dafür ist der Kunstverein Schichtwechsel und dessen Projekt «was man ist».

Welche Bedeutung die uns zugeschriebenen Rollen im alltäglichen Leben haben, zeigte dem Schichtwechsel-Vorstand auch der erste Besuch in der «Alten Metzg» in Schaan. Dort wurden sie sogleich von Annelies Hilti mit der altbekannten Redewendung «wem ghörsch?» begrüsst. Mit diesen Rollen, die man freiwillig einnimmt oder die einem zugeschrieben werden, beschäftigt sich auch die aktuelle Ausstellung «was man ist».

Vermischung von Rollen
Kein Ort könnte sich denn auch besser als Ausstellungsort eignen als die «Alte Metzg», in der eine Vermischung von Rollen stattfindet. «Ursprünglich wurde die Suppenküche als Tarnorganisation für die Abgabestelle von Lebensmitteln an Hilfsbedürftige ins Leben gerufen», erklärt Gründungsmitglied Norbert Jansen halb spassig, halb ernst. In einem reichen und teuren Land sei es umso schwerer, arm zu sein, teilte auch Barbara Caminada vom Amt für Soziale Dienste in einem Schreiben mit. Mittlerweile hat die «Alte Metzg» die Tarnung nicht mehr nötig, denn sie hat sich zu einem beliebten Treffpunkt für alle möglichen sozialen Schichten entwickelt. So fungiert die «Alte Metzg» nun bereits seit drei Jahren als Zweigstelle von «Tischlein deck dich», als Suppenküche wie auch als Arbeitsplatz für Langzeitarbeitslose. Von der Vermittlung von Arbeitskräften durch das Amt für Soziale Dienste an die Suppenküche profitierten in den letzten Jahren bereits 30 Personen. (mk)

27. Okt 2017 / 16:42
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