• Probe "Die lustige Witwe" in Balzers
    «Die lustige Witwe» wird von allen umgarnt.  (Tatjana Schnalzger)

Imposante Inszenierung

Die Endproben laufen auf Hochtouren. Nur noch drei Mal schlafen und «Die lustige Witwe» der Operettenbühne Balzers mit über 80 Mitwirkenden feiert im Gemeindesaal Premiere. Eine kurzweilige Geschichte und bekannte Lieder erwarten die Zuschauer.
Balzers. 

Das imposante Bühnenbild mit einer repräsentativen Treppe, Säulen und einer Büste steht- eine der letzten Hauptproben der Operettenbühne Balzers steht an. Regisseur Jean Claude Bordet sowie Bühnenbildner Hansjörg Gstöhl treffen noch letzte Vorbereitungen. Auch Korrepetitor Andreas Domjanic ist vor Ort und wartet auf seinen Einsatz. Nach und nach treffen die kostümierten Darsteller auf der Bühne ein, eilen hastig hin und her und singen zum Aufwärmen ein paar Takte. Bald ist die illustre Gästeschar in Ballkleidern und Fräcken auf der Bühne komplett, der Regisseur gibt letzte Anweisungen und die Show kann beginnen.

Spannender Kampf um Millionärin
Der Vorhang geht auf, ein barbäuchiger Mann mit Schnauzer, der Kanzlist Njegus (Toni Bürzle), eilt über die Bühne und wirft noch rasch einen grossen Blumenkranz über die Büste, bevor die illustre Gästeschar sich erneut am Schauplatz des ersten Aktes, der pontrevendrinischen Botschaft, versammelt. Dort wird Hanna Glawari (Sigrid Plundrich), die erst vor Kurzem Witwe wurde und nun steinreich ist, besonders von den Männern sehnlichst erwartet. «Frau Glawari darf keinen Pariser heiraten, das Geld muss in meinem Vaterland bleiben», so der pontrevendrinische Botschafter Baron Mirko Zeta (Christian Nipp). Deshalb versucht er, sie mit Graf Danilo Danilowitsch (Daniel Raschinsky) zu verkuppeln. Dieserjedochtreibtsichlieberinden Nachtclubs mit schönen Frauen rum und betrinkt sich. Als er auf einem Sofa in der Botschaft schnarchend seinen Rausch ausschläft, wird er von Hanna entdeckt, die früher eine Liebschaft mit ihm verband. Aus Angst, Hanna könnte denken, dass er nur auf ihr Geld aus sei, lehnt er - im Gegensatz zu den anderen Männern - jegliche Beziehung zu ihr ab. Diese will diese Abweisung nicht auf sich sitzen lassen und kämpft mit all ihren Reizen um die verflossene Liebe. Mit bekannten Liedern und Tänzen entfacht ein spannender Kampf um die Millionärin - allen voran bemühen sich Vicomte Cascada (Matthias Müller-Arpagaus) und Raoul de Saint-Brioche (Daniel Büchel) um die Gunst der schönen Witwe, wo auch Kampfszenen nicht fehlen durften.

Fotostrecke: Probenbesuch "Die lustige Witwe" in Balzers
Probe "Die lustige Witwe" in Balzers
Probe "Die lustige Witwe" in Balzers
Probe "Die lustige Witwe" in Balzers
Probe "Die lustige Witwe" in Balzers
Probe "Die lustige Witwe" in Balzers
Probe "Die lustige Witwe" in Balzers
Probe "Die lustige Witwe" in Balzers
Probe "Die lustige Witwe" in Balzers
Probe "Die lustige Witwe" in Balzers
Probe "Die lustige Witwe" in Balzers

 

Zetas Verkupplungsversuche von Hanna mit Graf Danilo entpuppen sich als grosse Herausforderung. Ausgerechnet seine Frau Valencienne (Christine Schneider) mischt sich ebenfalls in die Angelegenheit ein. Dadurch scheint besonders Camille de Rosillon (Christoph Waltle) für Zetas Pläne eine Bedrohung zu sein. Zur Beruhigung wird ihm aber zugetragen, dass Rosillon sich unsterblich in eine verheiratete Frau verliebt hätte. Schadenfroh versucht er mithilfe Danilos herauszufinden, um welche Frau es sich dabeihandelt. Eine nicht unwesentliche Rolle spielt dabei ein Fächer, von dem bis zum Schluss nicht für alle klar ist, wem er gehört. Eine wilde Verfolgungsjagd mit allerlei Missverständnissen und Versteckspielen beginnt.

Regionale und überregionale Darsteller
In den romantischen Duetten stehen die Sopranistinnen Sigrid Plundrich und Christine Schneider sowie der Tenor Christoph Walte und Bariton Daniel Raschinsky im Zentrum, als Gastgeber glänzt der Balzner Bassbariton Christian Nipp in der Rolle des Zeta. Nicht zu vergessen dabei ist Operetten-Präsident Toni Bürzle, der als tollpatschiger Kanzlist Njebus für einige Lacher sorgt. Musikalisch und auch optisch, mit zahlreichen Kostümen und Perücken, umrahmt wird das Geschehen vom Chor der Operettenbühne Balzers, der mithilfe einer Tanzgruppe von Tamara Kaufmann auch einige Choreografien bestreitet. So stehen bis zu fünfzig Darstellerinnen und Darsteller gleichzeitig auf der Bühne und bieten einen imposanten Anblick. Daneben besticht dasStück mitzahlreichen witzigen Dialogen, hervorragenden Sängerinnen und Sängern sowie drei aufwendigen Bühnenbildern mit Hunderten Lichteinstellungen. Nicht nur für Operettenfans ein Muss. (mk)

24. Jan 2018 / 16:36
Geteilt: x
KOMMENTARE

Schreiben Sie den ersten Kommentar!

KOMMENTAR HINZUFÜGEN

Überschrift (max. 70 Zeichen)
Meine Meinung (Noch  Zeichen verfügbar)
Lesertrend
Meistgelesen
24. Februar 2018 / 20:56
19. Februar 2018 / 23:22
Meistkommentiert
09. Februar 2018 / 07:00
Aktuell
25. Februar 2018 / 05:11
25. Februar 2018 / 02:26
UMFRAGE DER WOCHE
Lade TED
Ted wird geladen, bitte warten...
Wettbewerb
Krempel
Zu gewinnen 1 x 2 Karten für die 90er Party im Krempel am Samstag, 3. März ab 21 Uhr
22.02.2018
Facebook
Top