• Am Sonntag schliesst eine bedeutende Fasnachtsbar für immer die Tore: Die Hodes-Bar.  (pd)

Hodes-Bar sagt nach Wochenende bye-bye

Die Fasnachtshochburg Schaan bröckelt: Nachdem vor Jahren das «Trüble» zumachte und vergangenes Jahr das «Central», schliesst am Sonntag nun auch eine bedeutende Fasnachtsbar für immer die Tore: Hodes-Bar.
Fasnacht. 

Hardy Thöny und Oliver Stahl erscheinen beide in schwarzen Kapuzen-Pullis mit einem weissen «H» auf der Brust zum Gespräch. Das «H» steht nur indirekt für Hardy – es ist quasi das «Logo» von Hodes-Bar. Und der skurrile Begriff «Hode» ist nichts anderes als Hardys Spitzname. Ihr schwarzes Outfit passt zur für alle Hodes-Fans traurigen Botschaft, die sie zu verkünden haben: Am Sonntag schliesst die Fasnachts-Bar, das grosse Zelt auf der Terrasse des Restaurants Linde in Schaan. Und zwar nicht nur für die Fasnachtssaison 2018 – nach dem heutigen Schmutzigen Donnerstag, dem Fasnachts-Freitag und –Samstag bleibt das Zelt endgültig geschlossen. «Darf doch nicht wahr sein!», wird sich jetzt bestimmt der eine oder die andere denken oder gar halb laut vor sich hingesagt haben. «Doch», sagt Hardy Thöny, der die Fasnachtsbar einst initiierte. Der Schlussstrich sei gezogen und das sei auch gut so. Wer den Lindenwirt kennt, weiss, dass er es sich trotz dieser klaren Worte nicht leicht gemacht hat – ebenso wenig leichtfertig hat Mitorganisator Oliver Stahl diese Entscheidung getroffen.

Ein aufwendiges Hobby
Der Grund für das Hodes-Aus ist, dass Hardy Thöny etwas «zurückschrauben» möchte, wie er sagt. Mit dem «Hausball» der Linde – und damit gleich drei weitere Baren im Restaurant Linde – ist für ihn vor drei Jahren eine weitere grosse Aufgabe dazugekommen, die es zu organisieren gilt. «Da bleibt für eine vierte Bar in diesem Ausmass einfach keine Zeit mehr», sagt Hardy Thöny. Für den Aufbau, Bewirtschaftung und Abbau der Hodes-Bar investiere er durchschnittlich rund 400 Stunden. Und dies einfach so nebenbei – «quasi als Hobby», schmunzelt Hardy Thöny. Ein Hobby, das Hardy Thöny schon 21 Jahre lang begleitet – mit kurzem Unterbruch. Angefangen hat die Hodes-Geschichte 1997: Gemeinsam mit Markus Schädler und Sarah Röckle baute Hardy vor dem Restaurant eine «Lindabar» auf. Zwischen zwei Gerüsten und einem Plastikdach hatten damals rund 100 Besucher Platz – ein kleiner, aber feiner Anfang. Die Lindabar kam so gut an, dass sie ein Jahr später ihre Fortsetzung fand. (bfs)

Mehr in der Print- und ePaper-Ausgabe des «Liechtensteiner Vaterlands» von 8. Februar 2018.

08. Feb 2018 / 06:00
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