• 20171203 1. Liechtensteiner Kurzfilmfestival
    Svenja Senften (Anerkennungspreis), Mertcan Tedik und Diogo José Martins Figueiredo (Anerkennungspreis).  (Nils Vollmar)

Erfolgreiche Premiere des Kurzfilmfestivals

Gestern ging im TAKino in Schaan das erste Liechtensteiner Kurzfilmfestival über die Bühne. Die Veranstaltung, eine Kooperation der Kunstschule Nendeln mit dem Filmclub, bot ein vielfältiges Programm und verschaffte jungen Filmtalenten Aufmerksamkeit.
Schaan. 

Etwas überrascht zeigte sich Martin Walch, Leiter der Kunstschule, in seiner Begrüssungsrede davon, dass sich trotz des sonnigen Wetters so viele Interessierte einfanden, die den Sonntagvormittag lieber in einem dunklen Kinosaal verbringen wollten. Ebenso wenig hatten die Veranstalter des Festivals damit gerechnet, dass auf ihren Aufruf hin über 240 Kurzfilm-Produktionen aus aller Welt eingereicht wurden, was der Jury einiges an Arbeit bescherte. Die Initiative für das Festival ging von der Kunstschule aus – nicht nur, weil dort die Grundlagen der Filmproduktion auf dem Lehrplan des gestalterischen Vorkurses stehen, sondern auch, weil verstärkt Kooperationen mit anderen Kulturinstitutionen eingegangen werden sollen. Beim Filmclub stiess das Vorhaben auf offene Ohren und Markus Wille und sein Team unterstützten das Festival nicht nur mit der Infrastruktur des TAKino in Schaan, sondern beteiligten sich auch in der Jury. Diese bestand neben Martin Walch und Markus Wille aus Sarah Mehrmann, Medienbeauftragte des Filmclubs, Johannes Rinderer, Veranstalter des Kurzfilmfestivals Alpinale in Nenzing, sowie H. R. Rohrer, ehemaliger Redakteur des «W&O» und passionierter Kinogeher.

Eine thematische Beschränkung oder Einteilung in Genres gab es nicht. Einzige Bedingung war, dass die Filme kürzer als 30 Minuten sein mussten. Ziel war es, so Markus Wille, «aufzuzeigen, was im Medium des Kurzfilms alles möglich ist.» So war unter den 11 ausgewählten Produktionen, die am Sonntag in zwei Blöcken gezeigt wurden, eine enorme Vielfalt aus Spiel-, Dokumentar- und Animationsfilmen zu sehen. Alle Beiträge hatten professionelles Niveau und waren zum Teil aufwendig inszeniert, und man staunte, was für aussergewöhnliche Geschichten in so kurzer Zeit erzählt werden konnten. Für 
internationales Flair war durch Beiträge aus Deutschland, der Schweiz, USA, Grossbritannien und Indonesien gesorgt. Von der Jury wurden zwei Gewinner gekürt, die jeweils eine «goldene Lily» sowie ein Preisgeld erhielten. Ebenso konnten die Zuschauer einen Publikumspreis vergeben. Bei der Produktion «Backstory» von Joshka Laukeninks (D) war man sich einig: Er erhielt nicht nur den Publikumspreis, sondern auch eine «Lily» von der Jury. Der Film erzählt in Momentaufnahmen das ganze Leben eines Mannes, in schnellen Schnittfolgen, von der Kindheit bis zum Tod. Der Hauptpreis ging an «Cautionary Tales» von Christopher Barrett und Luke Taylor (GB). Die märchenhafte Erzählung über das Anderssein begleitet ihren Helden, der durch eine Deformation im Gesicht entstellt ist, zu einer Selbsthilfegruppe, in der es zu einer folgenreichen Begegnung kommt. Auch andere Filme aus dem Wettbewerb, wie der melancholische und ebenso fabelhafte Animationsfilm «A la dérive» von Fabian Driehorst (D) oder die herrlich schräge Komödie «Nicole’s Cage» von Josef Brandl (D), hätten eine Auszeichnung verdient gehabt. (jk)

Mehr in der Print- und ePaper-Ausgabe des «Liechtensteiner Vaterlands» vom Montag, 4. Dezember 2017.

03. Dez 2017 / 23:27
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