• 20170723 Liechtensteiniade an der Poolbar in Feldkirch
    Simon Vogt beim Auftritt am diesjährigen Poolbar-Festival in Feldkirch.  (Nils Vollmar)

Ein heimlicher Star in der R’n’B-Szene

Simon Vogt aus Balzers brach das Gymnasium ab, um sich voll und ganz auf seine Musik zu konzentrieren. In Deutschland hat er über Online-Plattformen bereits einige Fans gefunden und Kontakte mit Musikern aufgebaut. Anfang September erschien seine erste EP.
Vaduz. 

Mit 19 Jahren hat sich Simon Vogt aus Balzers alias Simon Slowkiss (früher Wavvyboi) schon eine beträchtliche Fanbasis aufgebaut. Mit seinen insgesamt 35 Liedern erreichte er auf Online-Plattformen wie Soundcloud bereits an die 60 000 Klicks. Sein Lied «12am in the city» hat bis jetzt die grösste Aufmerksamkeit erzeugt und wurde alleine schon 11 000 Mal angehört. Anfang September hat er nun seine erste professionell produzierte EP mit sieben Liedern auf der Online-Musikplattform Bandcamp herausgebracht.

Von Covers zu eigenen Liedtexten

Vor sieben Jahren begann Vogt, Klavier zu spielen und nahm erstmals bei Stefan Frommelt Unterricht. Eine Entscheidung, die ihm aufzeigte, dass die Musik in seinem Leben auch beruflich eine wichtige Rolle spielen soll. Vor drei Jahren hat er angefangen, sich selbst Gitarre beizubringen und ein Jahr später gründete er zusammen mit Freunden die Band Taxfree. Gemeinsam mit seinem Musiklehrer nahm er erste Covers auf und schrieb bald schon eigene Lieder. «Ich habe schnell gemerkt, dass eigene Lieder vielversprechender sind», erzählt der junge Musiker bei einem Treffen.

Gymnasium abgebrochen, um Musik zu studieren

Vor den Sommerferien, am Ende seiner 5. Klasse, brach der 19-Jährige das Gymnasium in Vaduz ab und entschied, sich völlig der Musik zu widmen. «Jetzt mach ich gar nichts mehr anderes als Musik.» Im April 2018 beginnt er in Köln ein Studium als Musikproduzent. Seine eigene Musik zu produzieren, ist für den Sänger nichts Neues. Bereits 2014 hat er sich ein Musikprogramm für den Laptop gekauft, mit dem er seine eigenen Lieder aufnimmt. Zuerst spielt er mit dem Klavier oder der Gitarre Akkorde ein, fügt einen Bass hinzu und singt über die Melodien. Seine Musik habe einen R’n’B-Vibe, könne aber auch nach Surf-Rock klingen.

Kontakte mit deutscher Trap-Szene

«Trotz Loops und Beats schaue ich immer, dass meine Gesangsstimme zur Geltung kommt», so Vogt. Seine Stimme ist es auch, die ihm schon manche Kontakte ermöglicht hat. Nachdem er eines seiner Lieder in einer Facebook-Gruppe «Lifestyle Mob» geteilt hat, wurden einige bekannte Trap-Künstler aus Deutschland auf ihn aufmerksam. Darunter fanden sich nicht nur die deutschen Rapper 014, Sierra Kidd und Kynda Gray, sondern auch der Produzent der deutschen Rap-Gruppe Dat Adam. «Marley (Marius Ley) hat mich angeschrieben und nach Köln eingeladen», erzählt der junge Musiker. Er liess sich nicht zweimal bitten und besuchte den Produzenten in Köln. In seinem Studio haben sie gemeinsam mit der Unterstützung des Rappers 014  und «Young Mokuba» drei von Slowkiss’ Songs aufgenommen. Eines dieser Lieder soll Ende Jahr mit Video unter Produzent Marley und mithilfe der Dat Adam-Jungs veröffentlicht werden.

Grösstes Ziel: Bekannter zu werden

Bisher hatte Simon Vogt schon einige Liveauftritte mit seiner Band im Camäleon in Vaduz gehabt. Sein erster Soloauftritt ermöglichte ihm Stefan Frommelt an der diesjährigen Liechtensteiniade an der Poolbar in Feldkirch unter seinem früheren Namen «Wavvyboi». Nun arbeitet er fix mit Produzent Marley zusammen, was ihm in Zukunft eventuell ermöglicht, mit Dat Adams auf Tour zu gehen – ihre Fanbase kennt ihn nun schon ein wenig. Bis dahin arbeitet er mit den Künstlern noch auf Distanz zusammen. «Sie schicken mir Loops (Musikschleifen) und ich singe eine Melodie darüber», so Vogt. Wenn er nach Köln zieht, möchte er erstmals Kontakte aufbauen zu Menschen, die seine Musik mögen. «Mein grösstes Ziel ist es, bekannt zu werden.» Man darf gespannt sein. (mk)

10. Okt 2017 / 12:58
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