• Die lustige Witwe, Balzers
    Was fürs Auge und Ohr gibt es bei der Operettenbühne Balzers und der lustigen Witwe.  (Tatjana Schnalzger)

«Definitiv etwas vom Besten»

Die Operettenbühne Balzers hat zwei Drittel ihrer Spielzeit hinter sich - und darf auf grossen Erfolg von «Die lustige Witwe» zurückblicken. Dafür sprechen nicht nur die voll besetzten Reihen im grossen Balzner Gemeindesaal.
Balzers. 

«Die Rückmeldungen der Besucher sind durchwegs positiv», freut sich Toni Bürzle. Einerseits freut er sich als Präsident der operettenbühne balzers, andererseits freut ihn das Lob auch als Schauspieler mit seiner Rolle als Kanzlist Njegus. Und nicht nur im Inland stösst «Die lustige Witwe» auf Begeisterung - auch ausländische Medien fanden zur Premiere am 27. Januar durchwegs positive Worte. Nicht selten kamen Toni Bürzle in Gesprächen die drei wunderschönen Worte «Etwas vom Besten» zu Ohren. Kurz und knapp, treffend beschrieben. Weil es auch nicht selbstverständlich ist, gerade nach Produktionen wie «Die Fledermaus» ein solch hohes Operetten-Niveau zu halten.

Wie sehr dieses Niveau geschätzt wird, beweisen nicht zuletzt auch die voll besetzten Rei- hen im Balzner Saal. 700 Plätze stehen pro Aufführung zur Verfügung, und dies insgesamt zehn Mal. Hinsichtlich der beachtlichen Konkurrenz im In- und Ausland scheint dies ein ambitioniertes Ziel. Hinzu kommen die Grippewelle oder weitere Unglücksfälle, weswegen die Besucher kurzfristig fernbleiben müssen. «Aber bis jetzt hatten wir Glück», so Toni Bürzle. Abgesehen von der Premiere mit vielen geladenen Gästen sei auch die dritte Aufführung ausverkauft gewesen - die zweite immerhin zu stolzen 90 Prozent. Er hoffe, dass dieser Trend anhalte und gemäss Vorverkaufszahlen sieht es alles andere als schlecht aus, dass sich diese Hoffnung auch erfüllt. Für den kommenden Samstag gibt es noch einige Karten, der Sonntag, 18. Februar, ist wiederum ausverkauft.

Beeindruckendes Finale im dritten Akt
Bei den letzten Produktionen durfte die Operettenbühne Balzers schwarze Zahlen schreibenund auch dieses Mal scheint die Erfolgsrechnung aufzugehen. Intensive Probenarbeit, motivierte, talentierte Künstler gehören nur zu einem Teil zum Erfolgsrezept. «Die Gesamtaufführung muss schliesslich die Besucher überzeugen, das ist etwas vom Wichtigsten», weiss Toni Bürzle. Speziell bei der Gesamtaufführung von «Die lustige Witwe» ist, dass sich die gesamte Spannung und der emotionsgeladene Schwung im letzten und dritten Akt gar nochmals steigern und die Operette somit einen fulminanten Schluss garantiert. Das Publikum dankt es am Schluss mit begeistertem und lang anhaltendem Applaus.

Kurzum: «Ich bin rundum zufrieden», sagt Toni Bürzle und strahlt übers ganze Gesicht. Ebenso zufrieden ist auch Christian Nipp, der in der Rolle des Barons Mirko Zeta singt und schauspielert. Nach «Die Fledermaus» steht der Balzner zum zweiten Mal für die Operette Balzers auf der Bühne. «Die Stimmung im gesamten, doch recht grossen Team - sei es auf, vor, neben oder hinter der Bühne - ist hoch motiviert und wir haben bisher viele lobende Rückmeldungen vom Publikum erhalten», sagt Christian Nipp auf Anfrage. Trotz drei gelungener Aufführungen in der grossen Rolle als Baron ist dem Bass-Sänger der Atem noch lange nicht ausgegangen. Nicht nur das kollegiale Team, auch die positiven Kritiken würden zusätzlich anspornen. In der Rolle selbst fühle er sich sehr wohl. «Unser Regisseur, die Kritiker und die Mitwirkenden finden die Ausgestaltung der Figur des Zeta bisher glaubhaft», freut sich Christian Nipp und fügt lachend hinzu: «Und auch passend!» Humor ist dem Sänger wichtig. Vor einer Aufführung tausche er sich gerne mit den anderen Mitwirkenden aus und stimme sich gerne bei einem Kaffee humorvoll auf das Stück ein.

Aber auch Sorgfalt spielt bei Christian Nipp eine wichtige Rolle: «Als Vorbereitung achte ich darauf, dass am Tag einer Aufführung möglichst keine weiteren Termine sind und ich frühzeitig im Saal sein kann.» Dort prüfe er die Kostüme und Requisiten, gehe in Ruhe in die Maske und singe sich dann ein.

Humor und wunderschöne Melodien
Am kommenden Samstag wird es dann wieder so weit sein mit Einsingen, bevor es um 19.30 Uhr auf der Bühne im Balzner Saal wieder heisst: Vorhang auf für «Die lustige Witwe»! In drei Akten taucht das Publikum ein in eine Welt, in der die Liebe eine grosse Rolle spielt, in der Verwirrungen die nötige Prise Humor liefern und wunderschöne Melodien eine verträumt-charmante Geschichte untermalen. (bfs)

01. Mär 2018 / 19:27
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