Weniger Einwanderungen zu verzeichnen

Die neusten Zahlen der Migrationsstatistik zeigen: Im Jahr 2016 sind 607 Personen in Liechtenstein eingewandert, wobei fast ein Drittel Einheimische sind.

Wie das Amt für Statistik gestern mitteilt, waren 2016 die Einwanderungen mit 607 Personen in Liechtenstein tiefer als im Vorjahr mit 657. Der Durchschnitt der letzten fünf Jahre betrug 649 Personen. Von den im letzten Jahr eingewanderten Personen wohnten am Jahresende 67,4 Prozent im Oberland und 32,6 Prozent im Unterland. Nach Vaduz zogen 20,1 Prozent der Einwanderer und nach Schaan 16,3 Prozent. Nicht nur die Einwanderungszahlen wurden gestern präsentiert, sondern auch die Auswanderungsstatistik. 2016 wanderten mit 522 Personen 54 Personen mehr aus Liechtenstein aus als im Vorjahr. 46 Prozent der ausgewanderten Personen waren liechtensteinische Staatsangehörige. 40,4 Prozent von ihnen gaben an, künftig in der Schweiz zu wohnen.

Wanderungssaldo in Schaan am höchsten
Die Einwanderung abzüglich der Auswanderung ergibt den Wanderungssaldo, wie es in der Migrationsstatistik heisst. Das Oberland hatte demnach vergangenes Jahr mit 77 Personen einen höheren Wanderungssaldo als das Unterland mit acht Personen. Die Gemeinde Schaan erreichte mit 27 Personen den höchsten Wanderungssaldo, gefolgt von Triesen und Mauren mit je 19 Personen. Negative Zahlen zu verzeichnen, haben die Gemeinde Eschen (-24 Personen) und Schellenberg (-3 Personen).

Mehrheit der Einwanderer sind deutschsprachig
Von den 430 eingewanderten ausländischen Personen hatten im Jahr 2016 23,3 Prozent die schweizerische, 19,5 Prozent die deutsche und 17,9 Prozent die österreichische Staatsbürgerschaft. Somit waren knapp über 60 Prozent  mehrheitlich au einem deutschsprachigen Staates. Die Mehrheit dieser kamen im Familiennachzug und aufgrund ihres Stellenantritts nach Liechtenstein. Die Hälfte der Einwanderer wohnten vorher in der Schweiz. Die Statistik zeigt zudem, dass von den eingewanderten Personen 8,1 Prozent aus Asien, 6,4 Prozent aus Amerika und knapp über 1 Prozent aus Afrika stammen.

62 Asylanträge wurden abgelehnt
Wie das Amt für Statistik miteilt, haben im vergangen Jahr 83 Personen Asyl beantragt. 16 Personen hatten die serbische, 12 die ukrainische und jeweils sechs Personen die chinesische oder die somalische Staatsbürgerschaft. 43 Personen hatten eine andere. 14 Personen waren unter vierzehn Jahre alt. Vergangenes Jahr wurden bei 62 Asylbewerbern der Antrag auf Asyl abgelehnt. 19 Asylsuchende wurden als Flüchtlinge anerkannt und erhielten eine Jahresaufenthaltsbewilligung. 14 Personen wurden aus humanitären Gründen in Liechtenstein aufgenommen und bekamen dann eine Jahresaufenthaltsbewilligung. Zehn Asylbewerber wurde die Bewilligung als «vorläufig Aufgenommene» zugeteilt. (nb) 

 

12. Dez 2017 / 07:00
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