• Kreuz plus
    Blick von der Heragass auf das geplante Sozialfondshaus neben den Pfrundbauten und der Eschner Pfarrkirche. Visualisierung Schafhauser Architekten AG

«Kreuz plus» wird realisiert

Am Mittwoch, 13. Dezember, hat der Eschner Gemeinderat grünes Licht für das Projekt «Kreuz plus» gegeben. Damit werde ein wegweisender Entscheid für die weitere Zentrumsentwicklung von Eschen getroffen, heisst es einer Mitteilung.

Neben den Pfrundbauten und der Pfarrkirche entsteht in den nächsten Jahren direkt am Dorfplatz auf dem Areal des ehemaligen Restaurants Kreuz eine Überbauung. Der Gemeinderat hat sich für die Zusicherung des Baurechts und die Realisierung des Vorzeigeprojekts ausgesprochen, das in dieser Form in Liechtenstein einzigartig sei - sowohl was die Gestaltung als auch was die publikumswirksame Nutzung im Erdgeschoss und die geplanten Serviceleistungen für die Mietwohnungen in den Obergeschossen anbelangt, schreibt die Gemeinde. Das von der Annagh Est und der Schafhauser Architekten AG weiterentwickelte Gesamtprojekt der Stiftung Sozialfonds erfülle in hohem Masse die von der Gemeinde gestellten Anforderungen zur Aufwertung und Belebung des Zentrums. Mit dem in Eschen ansässigen Sozialfonds – der grössten Pensionskasse Liechtensteins – erhält die Gemeinde einen Investor, der «Kreuz plus» in partnerschaftlicher Absprache bis zum Frühjahr 2020 realisieren wird.

Ein grosser Schritt
Schon seit Jahren war es das Bestreben der Gemeinde, an diesem exponierten Standort im Ortskern in Zusammenarbeit mit Partnern ein Überbauungskonzept zu verwirklichen, das die Zentrumsentwicklung einen weiteren grossen Schritt voranbringt. Nun hat der Gemeinderat mit dem Projekt «Kreuz plus» einem ganzheitlichen Konzept zugestimmt, das in partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit der Gemeinde und der Stiftung Sozialfonds entstanden ist. «Kreuz plus» erfülle sämtliche Vorgaben des durch die Gemeinde erarbeiteten und durch den aktuellen Gemeinderat bestätigten Gestaltungsplans.

Begegnungsstätte für Generationen
Das Sozialfondshaus soll zu einer Begegnungsstätte der Generationen werden, die das Eschner Dorfzentrum belebt. Das ganzheitliche Konzept sei ein Pilotprojekt für Liechtenstein und ein klares Zeichen für die Partnerschaft zwischen dem Sozialfonds und der Gemeinde Eschen. Das Raumkonzept sieht neben sogenannten Servicewohnungen in den oberen Geschossen im Erdgeschoss unter anderem ein gastronomisches Angebot sowie nach Möglichkeit auch eine Kindertagesstätte vor, um Alt und Jung zusammenzuführen. Die Mietwohnungen werden zu einem marktgerechten Preis und auf Wunsch mit den Alltag erleichternden Zusatzdienstleistungen, unter anderem vom nahegelegenen LAK-Haus St. Martin, angeboten. «Kreuz plus» biete mit einem flexiblen Innenraumkonzept aber nicht nur barrierefreie Wohnungen und damit bedarfsgerechten Raum für das Wohnen im Alter, sondern je nach Verfügbarkeit auch Wohnraum für junge Menschen. Das Nutzungskonzept fördert in jeder Hinsicht eine generationenübergreifende Durchmischung der Bewohner und Nutzer des Gebäudes.

Engagement des Sozialfonds
Beim Sozialfondshaus handle es sich um ein zukunftsgerichtetes, ganzheitliches und soziales Wohnprojekt für Liechtenstein. Ende November hat sich der Stiftungsrat des Sozialfonds einstimmig für das Projekt auf dem Kreuz-Areal entschieden und dem Projekt den Namen «Mittendrin im Leben» gegeben. Wie is in der Mitteilung weiter heisst, sei der Hauptgrund für diesen Entscheid das aktive Engagement des Sozialfonds zum Wohle von Menschen im Alter. Diese fühlen sich in Alters- und Pflegeheimen häufig nicht mehr in die Gesellschaft integriert. Diesen Zustand möchte der Sozialfonds ändern helfen. «Mittendrin im Leben» ist ein Lebensort für Menschen im dritten Lebensabschnitt und soll dazu beitragen, körperliches, soziales und psychisches Wohlbefinden im Alter zu erhalten und zu fördern.

Treffpunkt «Pub»
Dank einer Privatinitiative von sechzehn Privatpersonen aus Eschen und Nendeln, die eine Absichtserklärung zur Eröffnung eines Pubs abgegeben haben, stehen die Chancen gut, dass im Erdgeschoss ein Treffpunkt für die Bevölkerung entstehen wird. Das ehemalige Restaurant Kreuz war über lange Jahre ein Traditionsbetrieb und Teil der Eschner Dorfkultur. Seit der Schliessung und dem späteren Erwerb der beiden Parzellen der Kreuz-Liegenschaft durch die Gemeinde gab es immer wieder Bemühungen, die Gastronomietradition an diesem Standort aufleben zu lassen. Auch seitens der Bevölkerung ist mehrfach der Wunsch nach einem gastronomischen Angebot am Dorfplatz bekundet worden. Das Projekt «Kreuz plus» bietet Raum für ein solches Angebot, das Privatpersonen aus der Bevölkerung nach dem Vorbild des Griffin’s Pub in Balzers auf die Beine stellen möchten. (pd/red)

 

15. Dez 2017 / 09:50
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