Gemeinde Triesen

Die Gemeinde Triesen hat einen starken Zuwachs der Wohnbevölkerung erfahren, was zur Verdichtung des Wohngebiets geführt hat. In den vergangenen 50 Jahren haben sich Unternehmen, Schulen und weitere öffentliche Einrichtungen in der Gemeinde angesiedelt, wie beispielsweise die Musikschule Liechtenstein, die weiterführenden Schulen, die Privatschule Formation und die Private Universität sowie das internationale Unternehmen Swarovski. Triesen erlangte als erste Gemeinde Liechtensteins das Energiestadtlabel.

 

Vorsteher Günter Mahl im Interview

Welche Veränderungen haben Sie in den letzten 50 Jahren in Ihrer Gemeinde wahrgenommen?

Günter Mahl: Neben dem grossen strukturellen Wandel und dem Wachstum der Gemeinde fällt vor allem der gesellschaftliche Wandel auf. Liechtenstein und auch Triesen selbst sind internationaler und weltoffener, gleichzeitig aber auch unpersönlicher geworden. Bei uns leben heute Menschen aus über 60 Nationen; Integration und Partizipation sind wesentliche Herausforderungen und Chancen unserer Gesellschaft. Darüber hinaus lässt sich durchaus eine Werteverschiebung in der Gesellschaft ­erkennen. Vor 50 Jahren lebte man bei uns viel genügsamer, bescheidener und anspruchsloser.

Welche Projekte stehen in der nahen Zukunft an und welche Ideen gibt es zur Zentrumsgestaltung?

Günter Mahl: Während in den vergangenen Jahren in Triesen bereits zahlreiche Infrastrukturen für eine hohe Lebens­qualität geschaffen oder erneuert wurden, befasst sich die Gemeinde derzeit mit den infrastrukturellen Themenkreisen Bildung, Sport und barrierefreies Wohnen. Mit der initiierten Schulraumentwicklung (Sanierung und Erweiterung der ­Primarschule Trakte 1 bis 3 sowie Neubau Kindergarten St. Wolfgang), aber auch der geplanten Anpassung der ­Blumenau in eine multifunktionale Sport- und Freizeitanlage und dem Aufgreifen von barrierefreiem und altersgerechtem Wohnen wird sich der Kreis der Infrastrukturentwicklung in Triesen weiter schliessen. Darüber hinaus wurde in strategischer Hinsicht die Verdichtung nach innen und optimale Nutzung unserer beschränkten räumlichen Ressourcen gesichert. Die Schaffung von Dienstleistungs­zonen entlang der Landstrasse sowie von Überbauungsplänen unterstützt die Gemeinde nachhaltig, sich in raumplanerischer Hinsicht bestmöglich entwickeln zu können. Bezüglich Zentrumsgestaltung ist festzuhalten, dass der bestehende Ortskern im Triesner Oberdorf so ursprünglich wie möglich zu erhalten ist. Daneben hat die Gemeinde Zentren für Kultur, Bildung, Verwaltung, Sport und Industrie geschaffen. Ausstehend ist – wie hinlänglich bekannt – das Dienstleistungszentrum Sonne, welches dank privater Initiative ein zentraler und ­attraktiver Treffpunkt für die Grundversorgung werden soll. Nicht zuletzt würde das Dienstleistungszentrum Sonne rund 80 Arbeitsplätze schaffen sowie die nächsten Schritte der Zentrumsentwicklung auslösen.

Welche persönlichen Visionen haben Sie für die Gemeinde?

Günter Mahl: Ich möchte nicht von Visionen sprechen, viel mehr von klaren Vorstellungen und Zielen. So ist es mir ein zentrales Anliegen, dass die hohe Lebensqualität in Triesen dauerhaft erhalten bleibt. Es braucht einen gesunden Ausgleich zwischen wirtschaftlicher Prosperität und massvoller, nachhaltiger Entwicklung. Der Spannungsbogen zwischen Entwicklung und Tradition muss möglichst ausgeglichen sein. Kurzum: Wenn es den nächsten Generationen so gut gehen wird, wie uns heute, erreichen wir gemeinsam ein überaus wertvolles Ziel. Triesen soll jetzt und in Zukunft ­Heimat für alle Generationen bieten. Vor allem soll sich die nächste Generation nicht um Versäumnisse, Fehler oder Nachlässigkeiten aus der Vergangenheit kümmern müssen, sondern auf dem Erreichten aufbauen können.

 

Statements von Bürgern

 

Aurora Corrado: «Triesen ist super, aber ich finde es schade, dass wir keinen Migros mehr haben. Und es stört mich, dass zu wenig Busse ins Oberdorf fahren. Aber ich lebe sehr gerne hier.»

01. Jun 2017 / 21:00
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