Gemeinde Gamprin-Bendern

Vor 50 Jahren sah es in der Gemeinde Gamprin-Bendern noch anders aus. Die Menschen betätigten sich in den Traditionsvereinen und mussten zusammenstehen, um das tägliche Leben gemeinsam zu bewältigen. Das ehemalige Gemeindehaus war gerade entstanden und der erste Kindergarten in der Haldenstrasse im Sinne eines Provisoriums war im Bau. Die Schüler gingen noch im Urschulgebäude im Mehrklassenbetrieb zur Schule. Heute zeigt sich Gamprin-Bendern von einer anderen Seite. Die Gemeinde ist zu einem attraktiven Standort für Industrie und Gewerbe gewachsen, aber nicht ohne ihren Bürgern ein grosses Mass an Lebensqualität zu sichern. Mit der Grossabünt gibt es einen Treffpunkt für Jung und Alt, wo man sich im Sommer abkühlen und bei tollem Wetter abwechslungsreiche Stunden verbringen kann.

 

Vorsteher Donath Oehri im Interview

Herr Oehri, welche Veränderungen haben Sie in den letzten 50 Jahren in Ihrer Gemeinde wahrgenommen?

Donath Oehri: 1967 waren in unserer Gemeinde noch überwiegend die bäuerlich geprägte Gesellschaftsstruktur und Lebensform vorherrschend. Ein Grossteil der Familien lebte noch von der Landwirtschaft. Der Strassenverkehr war so, dass man als Kind noch auf der Strasse Fussball und Völkerball spielte, und die Strassen selbst waren zum Teil eher noch Wege. Aber der Aufbruch war spürbar gestartet.

Das Resultat kann man heute, nach 50 Jahren, sehen. Vieles wurde geregelt und verbessert, die Infrastruktur aufgebaut und ein mit hochwertigen Infrastrukturleitungen ausgestattetes Strassennetz realisiert. Ein neues Schulgebäude wurde gebaut und bereits wieder erweitert, der Kindergarten ebenfalls dort zentral integriert. Hochwertige Betriebe in sehr breit geschichteten Segmenten haben sich angesiedelt. Vieles hat sich perfektioniert, erleichtert, erhöht, vergrössert und, und, und …

Welche Projekte stehen in der nahen Zukunft an und welche Ideen gibt es zur Zentrumsgestaltung?

Donath Oehri: Die grossen Bauten der Gemeinde sind getätigt. Es geht um die Ausarbeitung eines Gemeinderichtplanes. Die Verkehrsführung in Unterbendern muss vom Land zusammen mit den Gemeinden nachhaltig und langfristig geregelt werden. Wohnen und Leben im Alter und auch leistbarer Wohnraum sollen in Bendern in die Planungs- und dann in die Umsetzungsphase gehen. Unterbendern hat nach der Regelung der Verkehrsführung, wie wir es uns vorstellen,  weiteres grosses Potenzial für die Ansiedlung von guten Betrieben. Es geht dabei um die Verdichtung in Richtung urbaner Raum. Auch im Bereich des Gemeindehauses ist eine Verdichtung denkbar; dies soll im Richtplan abgeklärt werden.

Welche persönlichen Visionen haben Sie für die Gemeinde?

Donath Oehri: Wir sind bei Ablauf der Visionsfrist eine Gemeinde mit sehr vielen ausgezeichneten Arbeitsplätzen, die der Gemeinde gute Steuereinnahmen bringen. Die Arbeitszonen sind direkt mit einem zeitlich dicht fahrenden öffentlichen Verkehr direkt erschlossen. Auch die Wohngebiete sind mit dem öffentlichen Verkehr im 20-Minuten-Takt bestens bedient. Der Individualverkehr ist dadurch zurückgegangen. Der Autoverkehr ist nichts Attraktives, aber immer noch nötig; so sind wir am hochwertigen Strassennetz nach wie vor bestens angeschlossen, aber die übergeordneten Strassen sind getunnelt und stören uns somit nicht. Die bestehenden Bauzonen sind stark verdichtet. Dafür haben wir im Umfeld genug Platz für die Landwirtschaft und landschaftlich unberührte Gebiete für die Natur und zur Erholung der Menschen. Oberhalb des Gemeindehauses sprudelt eine zufällig entdeckte Heisswasserquelle aus dem tieferen Erdinnern. Neben der Energienutzung kann sie im Herbst, Winter und Frühling ganz einfach in den Badesee geleitet werden. Nicht nur die Allerhärtesten schwimmen somit fast 365 Tage im Jahr in der Grossabünt.

 

Statements von Bürgern

 

Christian Näff: «Das Vereinshaus und die Grossabünt sind zwei Dinge, die mir hier sehr gut gefallen. Leider haben wir wenig Läden und kaum Nahversorgung. Wenn man einkaufen will, braucht man immer ein Auto.»

01. Jun 2017 / 20:44
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