• faucet and water flow
    Die Gemeinden lassen in den nächsten fünf Jahren alle Hausinstallationen überprüfen. Die Kosten trägt der Eigentümer.  (akinshin)

Gemeinden lassen alle Hausinstallationen überprüfen

Liechtenstein weist eine sehr hohe Trinkwasserqualität aus. Jetzt wollen die Gemeinden aber auf Nummer sicher gehen und lassen in den nächsten fünf Jahren alle Hausinstallationen auf Kosten der Besitzer überprüfen. Die Kontrolle wird zwischen 100 und 300 Franken kosten.

Die Trinkwasserversorgung in Liechtenstein ist erstklassig. Sowohl punkto Versorgungssicherheit, wie auch bei der Qualität des Netzwassers liegt man im internationalen Vergleich weit vorne. Das Amt für Lebensmittelkontrolle untersucht das Leitungswasser jährlich in bakteriologischer und chemischer Hinsicht. Praktisch jedes Jahr heisst es bei den Versammlungen der Wasserversorgung Ober- sowie Unterland: «Alle Proben haben den hohen Anforderungen entsprochen.»

Doch die Gemeinden wollen noch mehr Sicherheit und haben die Aktion «Sauberes Trinkwasser: Sichere Installation – kein Rückfluss» lanciert. Entscheidend für die Trinkwasserqualität sei nicht nur die Bereitstellung, sondern auch sein Bezug. «Jede einzelne Gebäudeinstallation und alle daran angeschlossenen Anlagen können mögliche Risiken für das gesamte Versorgungsnetz darstellen. Weist nur ein Anschluss Mängel auf, besteht bereits Gefahr einer Trinkwasserverschmutzung im Versorgungsnetz», heisst es dazu.

Drei Kontrolleure aus zwei Sanitärbetrieben

Aus diesem Grund wollen die Gemeinden in den nächsten fünf Jahren alle Hauseigentümer zu einer Kontrolle verpflichten. Je nach Gebäude wird die Kontrolle zwischen 100 und 300 Franken kosten. Zu berappen hat diese Überprüfung der Hauseigentümer. Durch geführt werden die Installationskontrollen durch unabhängige Hausinstallationskontrolleure, welche über die notwendige Qualifikation nach Vorgaben des Schweizerischen Vereins des Gas- und Wasserfaches verfügen. 

Derzeit gibt es in Liechtenstein zwei Sanitärbetriebe mit insgesamt drei Personen, welche über diese Ausbildung verfügen. Wenn der Kontrolleur einen Mangel feststellt, «sind diese möglichst umgehend durch einen Sanitärfachbetrieb oder Haustechniker nach dem anerkannten Stand der Technik zu beheben», heisst es auf der Internetseite www.sauberes-trinkwasser.li.

Wenn die Kontrolleure keine Beanstandungen finden oder die Mängel behoben sind, dann erhält der Hausbesitzer für seine Installation das Prüfsiegel «Sauberes Trinkwasser».

Über 20'000 Wohneinheiten sind zu kontrollieren

Es wartet eine Menge Arbeit auf die Kontrolleure. Am 31. Dezember 2016 waren im Gebäude- und Wohnungsregister des Amtes für Statistik 20'282 Wohneinheiten erfasst. Wenn pro Einheit durchschnittlich 200 Franken für die Kontrolle verrechnet wird, dann kommen insgesamt über 4 Millionen an Gebühren zusammen. Kein uninteressantes Geschäft für die kontrollierenden Betriebe. (sap)

26. Jan 2018 / 16:33
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