• Diskussion Bauprojekt Weg, Planken
    Vizevorsteher Josef Biedermann (l.) und Gemeindevorsteher Rainer Beck diskutierten über das Projekt.  (Tatjana Schnalzger)

Emotionale Diskussion über Fussweg

In der kleinsten Gemeinde Liechtensteins hat es am Mittwochabend eine grosse Diskussion gegeben: Die Plankner Einwohner sind sich uneinig über die geplante Fusswegverbindung gleich eingangs Planken von der Dorfstrasse hoch zum Birkenweg.
Planken. 
Auch im Plankner Gemeinderat herrschte Uneinigkeit und Gemeindevorsteher Rainer Beck musste im September den Stichentscheid fällen. Diesen Entscheid nahm die FBP-Orstgruppe nicht hin, ergriff das Referendum und sammelte knapp 120 Unterschriften. Somit liegt der Ball nun bei den Einwohner Plankens: Am 28. Januar entscheiden sie, ob der Fussweg nun realisiert werden soll oder nicht. Als Entscheidungsgrundlage sollte die Informationsveranstaltung von Mittwochabend dienen. Konkret geht es um einen 123 Meter langen vertikalen Weg mit Treppen, die sich mit gekiesten Teilstrecken und gepflästerten Podesten abwechseln. Die Kosten: 750 000 Franken. Für den Gemeindevorsteher Rainer Beck sind diese Kosten durchaus zu vertreten. Er argumentierte mit einer sehr guten finanziellen Lage der Gemeinde. Für Vize-Vorsteher und Vertreter der FBP-Ortsgruppe Josef Biedermann ist dies allerdings kein Grund– «750 000 Franken sind für dieses Projekt einfach unverhältnismässig», sagte er. Ausserdem bezweifelte er, ob der geplante Wege nahe am Waldrand insbesondere durch die Beleuchtung keinen Einfluss auf das Wild hat. Obwohl dies unweigerlich an die Hängebrücken-Diskussion erinnert, ist es durchaus ein Argument, das diskutiert werden muss. 

Vorsteher spricht von «Machtdemonstration»

Deswegen hat Rainer Beck diesen Aspekt in seine Ausführungen aufgenommen: «Gemäss den Fachleuten, die eigens dazu befragt wurden, gibt es in der Nähe des Verbindungsweges keinen Wildkorridor und der Weg tangiert somit das Wild überhaupt nicht.» Zu viele Treppenstufen, zu steil, zu teuer, das Wild in Gefahr– für Rainer Beck sind diese Argumente der FBP eine «reine Machtdemonstration», wie er sagte. Schliesslich wäre diese Verbindung die sechste von bereits fünf realisierten und drei weiteren geplanten. Bislang habe die FBP das gesamte Konzept mitgetragen. Dies bestritt Josef Biedermann auch gar nicht. Im Rahmen des Gesamtkonzepts sei allerdings festgehalten worden, dass über jedes Projekt einzeln entschieden wird. «Von den bereits realisierten Wegen wie von der Egerta zum Unterm Rain oder der Blacha ins Schulzentrum ist die FBP überzeugt gewesen», sagte er. Sie hätten es sich aber stets vorbehalten, einzelne Projekte abzulehnen. (bfs)

Mehr lesen Sie in der Print- und ePaper-Ausgabe des «Liechtensteiner Vaterland» vom 11. Januar 2018

10. Jan 2018 / 22:57
Geteilt: x
KOMMENTARE

Schreiben Sie den ersten Kommentar!

KOMMENTAR HINZUFÜGEN

Überschrift (max. 70 Zeichen)
Meine Meinung (Noch  Zeichen verfügbar)
Lesertrend
Meistgelesen
17. August 2018 / 12:01
16. August 2018 / 22:24
17. August 2018 / 08:01
17. August 2018 / 13:57
17. August 2018 / 10:10
Aktuell
17. August 2018 / 16:17
17. August 2018 / 16:16
17. August 2018 / 16:13
17. August 2018 / 16:09
17. August 2018 / 16:09
UMFRAGE DER WOCHE
Lade TED
Ted wird geladen, bitte warten...
Wettbewerb
mephisto
Zu gewinnen 1 Getränke-Gutschein
19.07.2018
Facebook
Top