• Dawn Deer
    Gemäss Bürgermeister Ewald Ospelt gibt es keine «geheime» Studie zur Jubiläumsbrücke.  (iStock)

«Die Vorsteher haben keine Studie in Auftrag gegeben»

Nach der Hängebrücken-Abstimmung wurde in einem Leserbrief kolportiert, dass die Vorsteher eine Studie zu den Auswirkungen auf das Wild unterdrückt hätten.

Nach einer Aussage von Markus Meier von der Referendumsgruppe «Allianz pro Natur» am Montag im «Volksblatt» soll es schon vor der Abstimmung über die Jubiläumsbrücke ein «vernichtendes Gutachten» über die Auswirkungen des Projektes auf die Wildtiere gegeben haben. Ein Leserbriefschreiber ging am Dienstag sogar einen Schritt weiter. Er erklärte, dass die Vorsteherkonferenz dieses Gutachten «der Öffentlichkeit Liechtensteins, und dadurch auch der Wählerschaft von Balzers und Vaduz, scheinbar bewusst vorenthalten» habe. Wie erste Recherchen des «Vaterland» ergaben, soll der anerkannte Wildtierbiologe Peter Meile aus dem Weisstannental die Studie verfasst haben.

Bürgermeister Ospelt: «Es gibt keine Studie»

Der Vaduzer Bürgermeister Ewald Ospelt und der Balzner Vorsteher Hansjörg Büchel dementieren die Gerüchte aber deutlich: «Es gibt keine Studie zu den Auswirkungen der Hängebrücke auf die Wildtiere. Die Gemeinden Vaduz und Balzers haben kurz vor der Abstimmung den Inhalt der Projektbeschreibung in der Abstimmungsinformation fachlich prüfen lassen. Neben Stellungnahmen von Amtsstellen ist unter anderem auch eine Beurteilung aus wildbiologischer Sicht von Dr. Peter Meile eingeholt worden. Sämtliche Abklärungen dienten einzig und allein dazu, die Aussagen in den Abstimmungsunterlagen zu verifizieren und von neutraler Stelle sicherzustellen, dass sämtliche Aussagen korrekt sind.» Die Ergebnisse der Beurteilung des Wildbiologen Meile seien ebenso  wie die Abklärungen der Amtsstellen in die Abstimmungsunterlagen und die Homepage haengebruecke.li eingeflossen.

Auch Wildtierbiologe Peter Meile hat auf Anfrage des «Vaterland» erklärt, dass er zu den Auswirkungen «keine eigentliche Studie» erstellt habe. «Dies wäre in der Kürze der Zeit von drei Arbeitstagen nicht möglich gewesen», erklärt Meile schriftlich. Er habe lediglich die Projektbeschreibung überprüft und korrigiert, «damit die Bedürfnisse der Wildtiere und die möglichen Auswirkungen in der Projektbeschreibung möglichst korrekt dargestellt und berücksichtigt werden können». Er betont, dass «diese gutachterliche Stellungnahme nicht öffentlich» sei. Damit dürfte das Thema Jubiläumsbrücke nun endgültig abgeschlossen sein. (sap)

 

12. Okt 2017 / 10:00
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