• Quaderrüfe Vaduz
    Die neuen Rüferinnen haben die 80-jährigen Rinnen ersetzt.  (Susanne Quaderer)

Rüferinnen für 4,8 Millionen Franken saniert

Die Quaderrüfe in Vaduz wird derzeit für insgesamt 4,8 Millionen Franken erneuert. Das 80 Jahre alte Bauwerk ist bzw. war in einem desolaten Zustand, sodass es grösstenteils ersetzt werden musste.
Vaduz. 

Der Fürstenweg von Schaan Richtung Vaduz wurde in den vergangenen Jahren infolge der Deponieerweiterung verändert. Er führt die Spaziergänger nun über einen höher gelegenen Pfad zum Ziel. Beim Wegabschnitt, wo der Fürstenweg die Quaderrüfe kreuzt, stechen einem gleich die gelben Bagger und die neuen Betonsperren ins Auge. Der Grund für die Bauarbeiten ist die Sanierung der Quaderrüfe. Zwischen 2011 und 2018 werden die alten Bauwerke für insgesamt 4,8 Millionen Franken grösstenteils ersetzt. «Insgesamt wird ein 840 Meter langer Abschnitt der Rüfe, zwischen Tid-Übergang und altem Fürstenweg, erneuert», sagt Elmar Ritter, Leiter Wasserbau beim Amt für Bevölkerungsschutz. Ritter leitet das Projekt Sanierung Quaderrüfe. Im vorletzten Jahr wurde damit begonnen, ein neues Rüfegerinne zu bauen. Auf einem Abschnitt von 430 Metern hob man ein neues Abflussprofil aus.

Eine direktere Linienführung für Sicherheit
Die alten Rüfesperren sind bzw. waren in einem sehr schlechten Zustand. «Die Schutzbauwerke stammen aus dem Jahr 1937 und sind in einem derart schlechten Zustand, dass nur wenige mittels Totalsanierung erhalten werden konnten», sagt Ritter. Die zahlreichen Rüfegänge in den vergangenen 80 Jahren führten dazu, dass die Bauwerke in einem so schlechten Zustand sind, dass sie grösseren Rüfeereignissen nicht mehr standhalten könnten. Zudem besitzt ein Teilabschnitt des alten Rüfegerinnes eine sehr ungünstige Linienführung mit drei sehr ausgeprägten Kurven. Das birgt einige Gefahren. «Neben der Gefahr von Ausuferungen in den Kurvenbereichen besteht auf dem lang gezogenen, schlangenförmigen und dadurch eher flachen Rüfelauf die Gefahr von Geschiebeablagerungen.» Diese Gefahren konnten durch eine direktere Linienführung des Rüfelaufs gesenkt werden. Die potenziellen Ausbruchstellen durch die starken Kurven verschwinden, eine stärkere Eintiefung des Gerinnes gegenüber dem Umland sowie das grössere Längsgefälle durch die kürzere Streckenführung sorgen dafür, dass bei Grossereignissen mehr Geschiebe sicher in die Sammelanlage geführt werden kann. Ausserdem wird durch den kürzeren und steileren Rüfelauf die Anzahl Sperren von ursprünglich 21 auf 14 reduziert, dadurch können kurzfristig Investitions- und langfristig Unterhalskosten reduziert werden. Für die Verbauungsmassnahmen musste 2015 Wald gerodet werden. Die gerodete Fläche fehlt aber nur temporär im Ökosystem. «In den alten Rüfeläufen wird sich künftig Wald wieder ansiedeln», erklärt Ritter. Auch auf den Böschungen des neuen Laufs werden bald wieder Bäume und Sträucher wachsen. (qus)

18. Mai 2017 / 23:06
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