• Hochspannungsleitung in Balzers
    Die nächsten Projektschritte laufen – doch bis eine Lösung feststeht, dauert es wohl noch eine Weile.  (Daniel Schwendener)

Balzner sollen informiert werden

In vier Jahren darf kein Strom mehr durch die Hochspannungsleitung Bonaduz-Sarelli-Winkeln in Balzers fliessen. Der Gemeinde und Bevölkerung sollen die Korridorvarianten vorgestellt werden.
Balzers. 

Es ist nicht immer zwingend so, dass viele Köche den Brei verderben. Aber wo viele Stellen involviert sind, dauert es naturgemäss etwas länger, als es sich der Liechtensteiner auf seinen üblicherweise kurzen Wegen gewohnt ist. Bereits im Jahr 2014 haben die ersten Gespräche zwischen der Gemeinde Balzers und Netzbetreiberin Swissgrid stattgefunden. Und die Gemeinde hat klargemacht, dass die Durchleitungsrechte nicht verlängert werden und der «Saft» ab 2021 definitiv abgedreht werden muss. Seitdem gab es immer wieder Kontakte und Besprechungen in einem grösseren Teilnehmerkreis, wo ein mögliches Vorgehen für das Finden der besten Trasse diskutiert wurde.

Nächste Projektschritte definiert

 Die letzte Sitzung hat  am 6. Oktober 2016 stattgefunden: Gemeinsam am Tisch sassen das Amt für Volkswirtschaft, das Amt für Umwelt, die Gemeinde Balzers, das Bundesamt für Energie und Swissgrid. Hier wurden die nächsten Projektschritte definiert und die Verantwortlichkeiten zugeteilt.Noch immer aber ist kein anwendbares Verfahren gefunden, welches das Bundesamt für Energie als zuständige Behörde in Abstimmung mit Liechtenstein erarbeitet. Aber: «Die Vereinbarung des Verfahrens soll gemäss aktueller Zeitplanung bis Ende Mai 2017 erfolgen»,  wie Swissgrid-Mediensprecherin Irene Fischbach informiert. Erst dann kann das Bundesamt für Energie eine Zusammenarbeitsvereinbarung zwischen Liechtenstein, der Gemeinde Balzers, dem Bundesamt für Energie und der Netzbetreiberin Swissgrid abschliessen. Darin wird laut Fischbach die Begleitgruppe bestimmt, welche die Korridorvarianten für die zukünftige Leitungsführung prüfen wird.

Verschiedene Varianten werden geprüft

«Swissgrid wird in Zusammenarbeit mit den beteiligten Projektpartnern und der Gemeinde Balzers konkrete Trassenvorschläge erarbeiten. Dabei werden Korridorvarianten sowohl auf Schweizer als auch auf Liechtensteiner Seite geprüft», so Fischbach. Die Option einer Erdverkabelung von Übertragungsleitungen werde bei Netzbauprojekten auf Schweizer Seite im Rahmen eines Sachplanverfahrens betrachtet. Dabei würden verschiedene Aspekte wie Technologie, Betrieb, Umwelt, Raumordnung und Wirtschaftlichkeit angeschaut und abgewogen. «Schliesslich entscheiden die zuständigen Behörden, ob die Leitung als Freileitung oder Erdkabel gebaut wird.» Der Planungskorridor soll dann gemäss aktueller Zeitplanung bis Mitte 2019 festgesetzt werden. «Innerhalb des Sachplanverfahrens sind auch Informationsveranstaltungen für die Gemeinde und die Bevölkerung vorgesehen, um ihnen die Korridorvarianten vorzustellen.»

20. Apr 2017 / 20:37
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