• Podiumkonzert mit Alessandra Maxfield
     (Elma Korac)

Starke Vorstellung eines Multitalents

Im letzten Podium-Konzert der Saison 2018 begeisterte Alessandra Maxfield das Publikum im TAK mit vielfältigen Darbietungen. Als Solo-Pianistin war sie ebenso zu hören wie im Duo mit Gabriel Meloni, der sie auch zu ihren Gesangsstücken begleitete.

Manchen ist das Talent scheinbar in die Wiege gelegt worden, heisst es im Volksmund. Auf die zwei jungen Musiker, die am Sonntag im Rahmen des Podium-Konzerts im TAK in Schaan auftraten, traf dieses gern strapazierte Sprichwort auf alle Fälle zu, denn sie stammen aus ausgesprochenen Musikerfamilien. William, der Vater von Alessandra Maxfield, ist als Dirigent beim Klangfest Liechtenstein sowie als musikalischer Leiter verschiedener Institutionen wie der Operettenbühne Vaduz oder des Chorseminars Liechtenstein eine fixe Grösse in der Musikszene des Landes. Kein Wunder, dass er auch das musikalische Talent seiner Tochter schon früh entdeckte und förderte; mit sieben Jahren hatte sie ihren ersten Auftritt auf der Operettenbühne Vaduz und ist seitdem in jeder Produktion zu hören gewesen. Doch nicht nur als Sängerin liess sie aufhorchen, sondern ebenso am Klavier und an der Violine. In ihrer Ausbildung erhält sie Gesangs- und Instrumentalunterricht an mehreren Institutionen, nahm an Meisterklassen teil und gewann Auszeichnungen wie den Podium-Preis 2013. Auch Gabriel Meloni, bei diesem Konzert als Maxfields Duopartner und Begleitung engagiert, stammt aus einer musikalischen Familie. Schon mit acht Jahren erhielt der junge Dornbirner Klavierunterricht bei seiner Schwester Maria Grazia. Seitdem hat er sich als junges Talent in den Vordergrund gespielt, sein grösster Erfolg ist wohl die Teilnahme an einer Meisterklasse des Starpianisten Lang Lang im Herbst 2015.


Solo und im gemischten Duo am Klavier
Maestro Graziano Mandozzi erinnerte in seinen Grussworten an Lotte Schwarz, die vor drei Jahren verstorbene Mitbegründerin und Gönnerin der Konzertreihe, die an diesem Sonntag ihren Geburtstag gefeiert hätte. Man darf annehmen, dass sie erfreut gewesen wäre, dass die Konzertreihe weitergeführt wird und weiterhin jungen Talenten die Möglichkeit gibt, sich zu entfalten. Nun gehörte die Bühne aber ganz der Musik, Alessandra Maxfield setzte sich an den Flügel und begann gefühlvoll mit den ersten Takten von Schuberts «Sonate in A-Dur». In den drei Sätzen veränderte sich der Charakter des Stücks mehrfach, die Dramatik steigerte sich und die junge Pianistin hielt hervorragend mit. Auch die bekannte «Nocturne in cis-Moll» von Frédéric Chopin interpretierte sie bravourös und brachte die melancholische Atmosphäre des Stückes in bewegender Weise zum Klingen – das Publikum dankte es mit grossem Applaus. Dies war auch der Schlusspunkt ihres Soloparts, nun kam Gabriel Meloni auf die Bühne und sie spielten die folgenden Stücke im vierhändigen Duo. Schwungvoll und leichtfüssig glitten ihre Finger über die Tasten zu Antonin Dvoraks «Slawischen Tänzen» Nr. 8 & 10, während die moderne Komposition «Changes for 20 Fingers» von John Pitts minimalistisch begann und in einem veritablen Temporausch gipfelte.

Mehr dazu lesen Sie in der Print- und ePaper-Ausgabe des «Liechtensteiner Vaterlands» von Montag, 14. Mai. 

 

14. Mai 2018 / 07:00
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