Politik

Rheinministerkonferenz setzt ambitiöse Ziele

Regierungsrätin Marlies Amann-Marxer (links) traf bei der Rheinministerkonferenz die Schweizer Bundesrätin Doris Leuthard. Bild pd
Regierungsrätin Marlies Amann-Marxer (links) traf bei der Rheinministerkonferenz die Schweizer Bundesrätin Doris Leuthard. Bild pd

Bis 2020 soll die Fischdurchgängigkeit des Rheines wieder hergestellt sein. Lachse sollen dann die Rheinzuflüsse im Raum Basel wieder erreichen. Die 15. Rheinministerkonferenz legte diesen Zeitplan in Basel vor. Die Schweizer Bundesrätin Doris Leuthard bezeichnete zum Abschluss der Rheinministerkonferenz die angestrebten Ziele als ambitiös.

Basel. - Rund 800 Kilometer Uferlinie müssen ökologisch aufgewertet werden. Auch seien im Elsass bei acht Kraftwerken Hindernisse zu beseitigen. Als kurzfristige Lösung seien bewegliche Pässe möglich, sagte ein Vertreter Frankreichs am Montag vor den Medien. Die acht Staaten im Rheineinzugsgebiet sowie die Vertreter der Europäischen Union (EU), die an der Rheinministerkonferenz teilnahmen, wollen auch die Mikroverunreinigungen im Rhein bekämpfen. Dazu müssen entlang des Flusses moderne Kläranlagen gebaut werden.

Besserer Hochwasserschutz

Auch soll der Hochwasserschutz verbessert werden. Seit 1995 wurden bereits 10 Milliarden Euro in den Rheinhochwasserschutz investiert. Die Katastrophen im Donau- und Elbeeinzugsgebiet vom Frühjahr hätten jedoch gezeigt, dass Kooperation und Massnahmen wichtig seien, sagte Leuthard.

Höhere Wassertemperaturen wegen Klimawandel

Die internationale Kommission zum Schutz des Rheins (IKSR) wurde zudem beauftragt, bis 2014 eine Anpassungsstrategie an den Klimawandel für das Rheineinzugsgebiet auszuarbeiten. Mehr beachtet werden müssten Auswirkungen des Niedrigwassers und die hohen Wassertemperaturen im Sommer.

Eine Lebensader

In ihrer Eröffnungsrede betonte Bundesrätin Leuthard die Bedeutung des Rheins als Lebensader Europas und die Notwendigkeit, zu dessen Schutz grenzüberschreitend zusammenzuarbeiten. Sechs Staaten würden vom Rhein durchflossen, neun Staaten lägen in seinem Einflussgebiet und 58 Millionen Menschen lebten in diesem Raum. Zudem laufe der Grossteil der europäischen Binnenschiffahrt über den Rhein. (sda)

29.10.2013 / 15:51 / lv
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