Chemieunfall bei Presta schnell im Griff
Eschen. – Um 9 Uhr morgens passierte der Unfall. Wer um diese Zeit durch Eschen, Schaan oder Nendeln fuhr, sah ein riesiges Aufgebot an Feuerwehrwagen und Polizei. Sie alle fuhren zur ThyssenKrupp Presta AG in Eschen. Die Betriebsfeuerwehr des Unternehmens und die Chemiewehr der Stützpunktfeuerwehr Vaduz setzten alles daran, den Chemieunfall unter Kontrolle zu bringen.
Grosse Hitze
«Um 9.14 Uhr ging bei uns der Alarm ein. Vor Ort wurden wir informiert, dass ein Lieferant einen Tank verwechselt und Schwefelsäure in einen Behälter mit Natriumlauge gepumpt hat», teilte Einsatzleiter Franz Brosi auf «Vaterland»-Anfrage mit. Die Chemiewehr musste somit schnell handeln: «Die beiden Stoffe haben unter extremer Hitze miteinander reagiert. Die Temperatur lag über 100 Grad», hält der Einsatzleiter fest. Deshalb musste erst gekühlt werden, bevor die chemischen Stoffe überhaupt abgepumpt werden konnten.
Mit Wasser alles unter Kontrolle gebracht
Über drei Stunden dauerte der Kühlungsprozess. Durch Wasserzufuhr konnten die Feuerwehrmänner die Situation schliesslich unter Kontrolle bringen: «Das Wasser hatte den Doppeleffekt, dass es einerseits gekühlt und andererseits den Tankinhalt nach und nach neutralisiert hat. Somit konnten wir zum Schluss das chemische Medium in einem Auffangbehälter sammeln», erklärte Franz Brosi. (rba)
Mehr in der heutigen Print- und Online-Ausgabe des «Liechtensteiner Vaterlands».