• Müssen die Tiere im Winter fliehen, kostet sie das viel Energie: Gämse im eidgenössischen Jagdbanngebiet Kiental BE. (Archiv)
    Müssen die Tiere im Winter fliehen, kostet sie das viel Energie: Gämse im eidgenössischen Jagdbanngebiet Kiental BE. (Archiv)  (KEYSTONE/PETER KLAUNZER)

Schneesportkampagne für Wildtiere hat Erfolg

Müssen Birkhuhn, Gämse und andere Wildtiere im Winter durch tiefen Schnee flüchten, kann das fatale Folgen für sie haben. Die Wintersportkampagne "Respektiere deine Grenzen" macht seit acht Jahren darauf aufmerksam und ist ein Erfolg.
Zürich. 

Die Kampagne bedient sich verschiedenster Mittel, wie der für die Aktion verantwortliche Verein "Natur & Freizeit" am Dienstag mitteilte. Eine Umfrage im April 2016 zeigte, dass das Problembewusstsein bei den Schneesportlerinnen und -sportlern abseits der Piste stark gestiegen ist.

Vier Verhaltensregeln helfen, den Schneesport und das im Winter grössere Ruhebedürfnis der Tiere in Einklang zu bringen. Beachten alle die Wildruhezonen und die Wildschutzgebiete, haben die Tiere Rückzugsmöglichkeiten.

Im Wald sollte man auf den bezeichneten Routen bleiben, was bei den Tieren zu einem Gewöhnungseffekt führt. Waldränder und schneefreie Flächen sind zu meiden, denn das sind Lieblingsplätze der Tiere im Winter. Hunde müssen an die Leine, besonders im Wald.

Die grosse Sensibilisierung erreichte die vom Bundesamt für Umwelt und vom Schweizer Alpen-Club gestartete Kampagne durch die breite Abstützung in der Outdoor- und Tourismusbranche. So wurden seit 2010 rund 840'000 Flugblätter, über 5000 Plakate und rund 140'000 Anhänger an Sportgeräten im Laden an Schneeschuhläufer, Skitourenfahrer und Freerider in Umlauf gebracht. Seit 2016 führt "Natur & Freizeit" die Kampagne.

Immer mehr Sportlerinnen und Sportler zieht es in unberührte Winterlandschaften. Zwischen 2009 und 2014 verdoppelte sich den Angaben zufolge die Zahl der Schneeschuhläuferinnen und -läufer. Seit 2000 hat die Zahl der Schneesportler abseits der Pisten um 240 Prozent auf etwa 250'000 zugenommen.

Von ihnen verursachte Störungen sind für Wildtiere fatal. Die Tiere schalten bei knappem Futter und tiefen Temperaturen in den Energiesparmodus. Flüchten in tiefem Schnee kostet sie viel Energie. Entsprechend werden die Tiere geschwächt und sterben im Extremfall an Erschöpfung. (sda)

19. Dez 2017 / 11:30
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