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Regionalgeld statt Frankenleid

Mit eigenem Geld die Wirtschaft stärken. Sogenannte Komplementärwährungen ergänzen vielerorts Euro und Franken. Was in vielen Regionen Europas bereits funktioniert, könnte auch für Liechtenstein ein Modell sein.

Vaduz. – Der Handel klagt, viele Dienstleister und Gastronomen tun es ihm gleich – grosse Teile der Liechtensteiner Wirtschaft leiden unter dem starken Franken. Die Konkurrenz im Euroraum lockt Kunden nach Österreich und Deutschland. Guter Rat scheint teuer – unabhängig von der Währung.

Und eben Letzteres könnte ein Denkansatz sein, der sich ausgerechnet in Deutschland und Österreich bereits bewährt hat: die Unabhängigkeit von der Währung. Denn im Euroraum leiden meist ländliche Regionen darunter, dass die Kunden fernbleiben. Auch wenn die Ursache dort nicht ein Wechselkurs, sondern meist die Konkurrenz durch grosse Einkaufs- und Dienstleistungszentren ist, das Resultat ist mit der Situation in Liechtenstein vergleichbar.

60 Regionalwährungen

Um das Ausbluten örtlicher Betriebe wegen des ungleichen Wettbewerbs zu verhindern, greifen viele Verantwortliche zu einer protektionistischen Massnahme, zum Regionalgeld. 60 Komplementärwährungen gibt es aktuell in Deutschland, sechs in Österreich – und eine in der Schweiz. (ky)

Mehr in der heutigen Print- und Online-Ausgabe von «Wirtschaft regional».

02. Dez 2011 / 23:59
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