• Journalistinnen und Journalisten der Schweizerischen Depeschenagentur sowie Gewerkschaftsvertreter haben am Mittwoch gegen den geplanten Stellenabbau vor dem Tamedia-Hauptsitz in Zürich demonstriert.
    Journalistinnen und Journalisten der Schweizerischen Depeschenagentur sowie Gewerkschaftsvertreter haben am Mittwoch gegen den geplanten Stellenabbau vor dem Tamedia-Hauptsitz in Zürich demonstriert.  (KEYSTONE/WALTER BIERI)

sda-Verwaltungsrat ist gesprächsbereit

Die Redaktorinnen und Redaktoren der Nachrichtenagentur sda wollen ihren Streik am Donnerstag fortsetzen. Der sda-Verwaltungsrat beschloss am Mittwoch an einer ausserordentlichen Sitzung, Gespräche mit der Redaktionskommission aufzunehmen.
Bern. 

Der Verwaltungsrat habe an seiner Sitzung die Entwicklungen der letzten Tage analysiert und eingehend diskutiert. Ein erstes Gespräch mit der Redaktionskommission solle noch diese Woche stattfinden, teilte der sda-Verwaltungsrat am Abend in einem Communiqué mit.

Das Gespräch diene dazu, die Anliegen der Redaktionskommission aufzunehmen und zu diskutieren. Gleichzeitig bekräftigte der Verwaltungsrat die eingeschlagene Strategie, mit der die sda als erfolgreiches und zukunftsträchtiges Unternehmen positioniert werden solle.

Streik-Umzug in Zürich

Am Mittwoch hatten sich die sda-Redaktorinnen und Redaktoren bei der Tamedia in Zürich versammelt. Dort wurden sie von zahlreichen Sympathisanten, auch aus anderen Redaktionen, empfangen und bei ihrem Umzug zum Tamedia-Hauptsitz begleitet.

Die Streikenden forderten sda-Verwaltungsratspräsident Hans Heinrich Coninx auf, sich mit Ihnen und den Gewerkschaften an den Verhandlungstisch zu setzen, wie die Gewerkschaft Syndicom vor der Bekanntgabe des Verwaltungsratsentscheides mitteilte.

Nationale Dimension

Das Personal habe unter grossem Applaus beschlossen, den Streik fortzuführen. Um die nationale Dimension des Streiks aufzuzeigen, der alle Sprachregionen der Schweiz betreffe, werde der Streik nun in die Romandie getragen.

Auch dort hätten sich zahlreiche Redaktionen solidarisiert, weil sie auf die Dienstleistung der sda in der bisherigen Qualität und im gleichen Umfang angewiesen seien. Es gehe in diesem Arbeitskampf nicht nur um Arbeitsplätze, sondern auch die mediale Grundversorgung. Das sda-Personal sei entschlossen, seine Forderungen durchzusetzen.

Die sda-Redaktorinnen und Redaktoren fordern, dass die bereits ausgesprochenen Kündigungen und Änderungskündigungen bis zum Vorliegen einer Zukunftsstrategie sistiert werden. Ernsthafte Verhandlungen der Sozialpartner seien das Ziel. Für die betroffenen älteren Mitarbeitenden müsse eine Lösung gefunden werden, die sie finanziell nicht in die Misere stürze. Für alle Betroffenen sei ein guter Sozialplan auszuhandeln.

Aufruf des Bundesrates

Auch im Bundesrat war die sda ein Thema. Laut dessen Sprecher, André Simonazzi, drückte die Landesregierung ihre Hoffnung aus, dass die Sozialpartner eine Lösung in diesem Konflikt finden.

Die sda-Redaktion war am Dienstag in einen unbefristeten Streik getreten. Sie protestiert damit gegen den Abbau von 35 der 180 Stellen in der Redaktion. (sda)

31. Jan 2018 / 07:57
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